Gestalttherapie
In der Gestalttherapie geht es wesentlich um das Hier und Jetzt. Die Klientin/der Klient stellen ihr gegenwärtiges Erleben in den Mittelpunkt des Geschehens; die akut bestehenden Probleme, Störungen und Krankheiten sind zuallererst der Gegenstand der Therapie. Nur ausgehend von diesen im Vordergrund stehenden Themen, die meistens auch stark emotional belastet sind, geraten auch vergangene Erfahrungen und Themen in den Blick.
Die Beziehung zwischen Therapeut und Klientin ist dabei stark vom Dialog zwischen dem Ich und dem Du getragen. Im geschützten Rahmen der therapeutischen Beziehung kann der Klient vorbehaltlos alle Erfahrungen einbringen und thematisieren. Die Therapeutin wird alle Möglichkeiten nutzen, vom Kontakt zur wirklichen Beziehung zu gelangen und sich nicht auf den Status eines unbeteiligten, neutralen Beobachters zurückziehen.
Diagnostische Kriterien dienen dabei nur als Hilfestellung für den Therapeuten; auf keinen Fall geht es um Raster, die dem ganz eigenen Erleben einer Klientin übergestülpt werden.
Während einerseits alte Erfahrungen und alte Muster in der therapeutischen Beziehung aufgearbeitet werden können, ermöglicht die gestalttherapeutische Arbeit auch noch die experimentelle Erprobung neuer authentischer Verhaltensweisen, etwa wo es um neueB eziehungsmöglichkeiten in Ehe und Familie oder um berufliche Weiterentwicklungen geht.
Die Gestalttherapie ist so gesehen eine sehr dynamische Therapieform, die große Möglichkeiten zur Veränderung in sich birgt.
